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Mai 24

Das eigene Ebook auf Amazon veröffentlichen

Das eigene Ebook auf Amazon veröffentlichen

Wer gern schreibt und sein Buch veröffentlichen möchte, muss sich heutzutage nicht
unbedingt die mühsame und meistens frustrierende Erfahrung mit der Verlagssucherei antun.
Denn einen Großverlag für das eigene Buch zu begeistern ist so (un)wahrscheinlich, wie ein
Sechser im Lotto. Seit April 2011 haben deutsche Autoren die Möglichkeit, ihre Werke als
elektronische Bücher (eBooks) im deutschsprachigen Amazon Kindle-Store zu
veröffentlichen. Es ist nicht schwer, den fertigen Text dort hochzuladen, allerdings sollte man
vorher einige Punkte beachten.

Die richtige Formatierung

Der Text für das eBook wird mit einem Textverarbeitungsprogramm erstellt, wobei MS Word
bestens dafür geeignet ist. Generell gilt, so wenig Formatierung wie möglich zu verwenden
und auf Seitenzahlen, Einrückungen, komplexe Tabellen usw. zu verzichten, da diese bei der
Konvertierung nicht optimal übernommen werden. Besonders wichtig für ein eBook ist ein
aussagefähiges Inhaltsverzeichnis. Dadurch bekommt der Leser einen Überblick über den
Inhalt des Buches und kann zudem schnell im Text navigieren. Das Inhaltsverzeichnis wird
auch direkt in Word, unter Verwendung von Standartformatvorlagen, angelegt. Leerstellen
und Leerzeilen sollten vor der Konvertierung unbedingt entfernt werden.

Die Leseprobe

Eine Leseprobe vom eigenen eBook wird automatisch vom System generiert.
Der Umfang macht rund 10 Prozent vom Inhalt aus, wobei die Leseprobe immer den Anfang des Buches
einbezieht. Der erste Eindruck beim Leser ist enorm wichtig. Dafür kann eine gut verfasste
Einführung in die jeweilige Thematik sorgen, ebenso wie ein gutes Inhaltsverzeichnis.

 

Weitere Tipps

– Jeder Autor sollte darauf achten, dass seine Texte fehlerfrei sind. Der Inhalt allein reicht
nicht aus, um ein Werk zu bewerten. Nach einem professionellen Korrektorat ist man auf
jeden Fall auf der sicheren Seite.
– Zusätzlich sollte der Autor seine Texte lektorieren lassen. Dadurch werden oft logische
Fehler, Schwächen an den Protagonisten oder in der Handlung entdeckt und beseitigt.
– Die Rechte an den Inhalten müssen unbedingt geklärt sein. Autoren, die einen Verlag für die
Printausgabe ihres Buches haben und selbst Autoren, die bei einem Dienstleister
veröffentlichen, sollten sich ihre Verträge nochmals durchlesen. Denn oft sind mit dem
Vertrag für das gedruckte Buch auch Nutzungsrechte für die elektronische Ausgabe
übertragen worden.
– Bei Zitaten sollten Autoren das Internetrecht
bzw. die Urheberrechte beachten. Ein Protagonist darf nicht ohne weiteres ein Gedicht von H.
Hesse vortragen. Dichter, die schon über 70 Jahre tot sind, darf man allerdings zitieren.
– Auch für das Buchcover gilt: unbedingt die Rechte einholen, sofern es sich nicht um
selbstgemachte Fotos bzw. Bilder handelt.
Autoren, die sich für eine Selbstverlegung ihrer Werke über Amazon entschieden haben,
winken 70% Autorenhonorar pro verkauftem Kindle-eBook. Die Zahl dieser Autoren wächst
ständig. Auch dieses Jahr setzt Amazon auf das europäische eBook Geschäft, investiert darin
Millionen von Dollar und lädt Autoren ein, sich ein Stück vom Kuchen abzuschneiden.

Bettina Ehrling

 

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